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D 778 Greisengesang (op. 60,1)

zum Notenmanuskript


Signatur: N.Mus.ms.51
RISM-ID no.: 464001645
Titel: Greisengesang
Zusatztitel: [1. Fassung]
Kopftitel: Greisen-Gesang
Textincipit: Der Frost hat mir bereifet des Hauses Dach
beteiligte Personen: Rückert, Friedrich (1788–1866) (Textautor)
ermitteltes Datum: vor Juni 1823
Entstehungszeitraum: 2. Quartal 1822 bis 2. Quartal 1823
Neue Schubert-Ausgabe (Bd.-Nr.): IV/3b


Ausgabeform: Klavierpartitur
Dokumententyp: Autograph mit gelegentlichen Korrekturen
Gattung: Lieder --> Deutsche Lieder (ohne Liederzyklen und Kanons)
Besetzung: Solo vokal
Klavier (zweihändig)
Bass
Sprache des Liedtextes: deutsch


Beschreibmaterial: Papier weißlich-grau
Beschreibstoff: Tinte schwarz-braun
Größe (in cm): 29 x 23
Format: qu 4°
Seiten: 4


Text (Schubert): Der Frost hat mir bereifet des Hauses Dach;
doch warm ist's mir geblieben im Wohngemach.
Der Winter hat die Scheitel mir weiß gedeckt;
doch fließt das Blut, das rote, durch's Herzgemach.

Der Jugendflor der Wangen,
die Rosen sind gegangen, all gegangen einander nach.
Wo sind sie hingegangen? Ins Herz hinab,
Da blühn sie nach Verlangen, wie vor so nach.

Sind alle Freudenströme der Welt versiegt?
Noch fließt mir durch den Busen ein stiller Bach.
Sind alle Nachtigallen der Flur verstummt?
Noch ist bei mir im Stillen hier eine wach.

Sie singet: Herr des Hauses! verschleuß dein Tor,
daß nicht die Welt, die kalte, dring ins Gemach.
Schleuß aus den rauhen Odem der Wirklichkeit,
und nur dem Duft der Träume gib Dach und Fach.



Sammlung: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (Link zum Katalog)
Vorbesitzer: Schubert, Ferdinand
Fuchs, Aloys
Heckel, Johann Karl Ferdinand (Mannheim)
Lichtenberger, Julius (Heidelberg)


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Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz,
e-mail: musikabt@sbb.spk-berlin.de

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