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D 629 Sonett (Allein, nachdenklich)

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Signatur: MH 1869
Titel: Sonett (Allein, nachdenklich)
Kopftitel: Sonett.
Textincipit: Allein, nachdenklich, wie gelähmt vom Krampfe
beteiligte Personen: Petrarca, Francesco (1304–1374) (Textautor)
Schlegel, Karl Wilhelm Friedrich von (1772–1829) (Übersetzer)
Datierung: Nov. 1818
Entstehungszeitraum: 4. Quartal 1818
Neue Schubert-Ausgabe (Bd.-Nr.): IV/12


Ausgabeform: Klavierpartitur
Dokumententyp: Reinschrift
Gattung: Lieder --> Deutsche Lieder (ohne Liederzyklen und Kanons)
Besetzung: Solo vokal
Singstimme
Klavier (zweihändig)
Sprache des Liedtextes: deutsch


Wasserzeichen: 21a
Beschreibmaterial: Tinte schwarz
Beschreibstoff: Papier bräunlich
Größe (in cm): 31,5 x 23,5 bzw. 24,5 (26,6 x 19,6)
Format: qu 4°
Seiten: 2 Bll. (3 S.)
Kommentar: Eintragungen von fremder Hand (s. kritischen Bericht). Stimmenbezeichnungen: „Singst.“, „Pianoforte“. Sammelmanuskript 2 Dbll. [= 1 Lage] mit D 628.


Text (Schubert): Allein, nachdenklich, wie gelähmt vom Krampfe
Durchmess' ich öde Felder, schleichend träge,
Und wend' umher den Blick, zu fliehn die Wege,
Wo eine Menschenspur den Sand nur stampfe.

Nicht andre Schutzwehr find' ich mir im Kampfe
Vor dem Erspähn des Volks in alle Wege,
Weil man im Thun, wo keine Freude rege,
Von außen lieset, wie ich innen dampfe.

So daß ich glaube jetzt, Berg und Gefilde
Und Fluß und Waldung weiß, aus welchen Stoffen
Mein Leben sey, das sich verhehlt jedweden.

Doch find ich nicht so rauhe Weg' und wilde,
Daß nicht der Liebesgott mich stets getroffen
Und führt mit mir und ich mit ihm dann Reden.


Sammlung: Wienbibliothek im Rathaus (Link zum Katalog)
Vorbesitzer: Schubert, Ferdinand
Anton Diabelli & Co.: Verlagshaus


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